Dienstag, 4. Dezember 2018

Die ABC Ernährungsregel

Gesund essen in der Schwangerschaft. Und danach.

Hat Mama gut gegessen – ist Baby gut genährt!

Meine ABC-Ernährungsregel

Alle empfehlen eine ausgewogene Ernährung - aber was bedeutet das eigentlich? Auf jeden Fall ist die Ernährung in der Schwangerschaft und danach noch wichtiger als sonst. Mit meiner ABC-Regel bringe ich die besten Ergebnisse der heutigen Ernährungs-Forschung auf einen leicht umsetzbaren, kurzen Nenner:

A: Appetit folgen

Süßes oder Saures? Heiße Suppe oder frischer Salat? Eintopf oder Obst? Am besten immer dem Appetit folgen! Dieser geniale, körper-eigene Regelmechanismus spiegelt nichts als den momentanen Bedarf an Kohlehydraten, Proteinen, Mineralsalzen und Vitaminen. Wichtig dabei: zu naturbelassenen Sachen greifen. Rosinen statt Pralinen!


B: Bunt essen
 

Ist auf dem Teller viel Grün, Orange, Rot und Gelb, freut man sich nicht nur auf das Essen (was der guten Verdauung hilft), sondern erhält damit auch gesunde Spurenelemente, Vitamine und Mineralien – da ist tatsächlich alles drin, was in der Schwangerschaft und für die Familie besonders nötig ist! Dazu Vollkornprodukte mit ihrem Reichtum an B-Vitaminen und Ballaststoffen, die Lieblinge von Darm und Nerven.

C: Chemische Zusatzstoffe meiden
 

Natur statt Industrie! Chemische Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel etc. sind die Krux bei vielen industriell hergestellten Lebensmitteln. Gesund sind diese Zusätze nicht. Andererseits geht oft Gesundes verloren im Zuge der industriellen Verarbeitung, wie beim feinen Weißmehl und raffinierten Kristallzucker. Besser frisch kochen statt Packung/Dose öffnen. Bequem, schnell und okay ist naturbelassenes Gemüse und ungezuckertes Obst aus der Tiefkühlung.

Kleiner Tipp:

Während Schwangerschaft und Stillzeit gilt: Essen für Zwei – aber nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut! Das Beste ist gerade gut genug, hochwertige pflanzliche Öle zum Beispiel. Die stecken auch in Nüssen, Kernen und Avocados. Sie unterstützen mit den wertvollsten Fettsäuren Babys Gehirnentwicklung. Und für den süßen Zahn am besten Datteln statt Schokolade. Die sind so gesund, davon dürfen auch die Kleinen nach Herzenslust naschen.

(siehe auch: Das große #MamaHandbuch)

Donnerstag, 29. November 2018

Wie Eltern ihrem Baby helfen können

Ein Interview mit 5 guten Fragen zu meinem neuen Buch.

Liebe Frau Weigert, was war Ihr wichtigstes Anliegen, als Sie die Babysprechstunde geschrieben haben?"

Dass ich Eltern helfen kann, ihr Kind zu verstehen und rasch zu erkennen, was ihm fehlt, warum es z.B. gerade unruhig ist oder schreit. Denn nur wenn man die Ursache sieht, kann man sie abstellen. Ein Baby drückt mit seinem Verhalten klar aus, wo das Problem liegt – aber man muss es richtig deuten können. Darin liegt meine spezielle Erfahrung, die ich über viele Jahre im Austausch mit Eltern sammeln durfte - und jetzt steckt sie griffbereit in diesem Buch. Das freut mich!


Was sind denn die häufigsten Fragen von jungen Eltern, die Ihnen in ihren vielen Jahren als Säuglingsberaterin gestellt wurden?

„Was fehlt unserem Baby?“ ist bestimmt die häufigste Frage und damit auch: „Wie können wir ihm bloß helfen?“ Meist wurden da die üblichen Tipps schon erfolglos ausprobiert. Ebenfalls sehr häufig höre ich, dass die Eltern etwas beobachten das sie beunruhigt, dann werde ich gefragt: „Bitte, ist das
denn normal?“ Auch um die Entwicklung kreisen oft Sorgen, zum Beispiel: „Muss ein Kind krabbeln können?“ und immer wieder: „Wann schläft ein Baby eigentlich durch?“ 



 
Zu welchen Nöten ihrer Babys finden Eltern in Ihrem Buch Tipps und konkrete Hilfestellung?

Das reicht vom Schreien des Neugeborenen bis hin zur fieberhaften Erkältung im Kleinkindalter. Eltern erfahren beispielsweise, was dem Baby hilft, sich von einer schweren Geburt zu erholen, sich zu entspannen und genug zu schlafen, was Regulationsstörungen oder Stillprobleme löst oder wie ein Kind besser isst und zunimmt. Sie lernen wirkungsvolle, natürliche Hilfen kennen für alle häufigen Beschwerden von Allergie bis Verstopfung, von Ausschlag bis Zahnen.



Woran erkennen Eltern, wann sie ihrem Baby selbst helfen können und wann sie sich an ihre Hebamme, eine Beratungsstelle oder den Kinderarzt wenden sollten?

Ganz wichtige Frage! Je kleiner ihr Baby ist, desto weniger Erfahrung haben Eltern und wissen oft nicht: Ist das eine Bagatelle oder ein Notfall? Darum gebe ich hier bei jedem einzelnen Thema eine klare Leitlinie für das richtige Verhalten. In der Umschlag-Klappe gibt es außerdem eine übersichtliche Liste aller Symptome, mit denen ein Kind rasch zum Arzt muss.



Wenn das Baby weint und unruhig ist, geht das Eltern oft sehr zu Herzen. Was können die Erwachsenen denn dann für sich selbst tun, um zur Ruhe zu kommen?

Natürlich gebe ich konkrete Tipps zur eigenen Beruhigung an vielen Stellen im Buch. Was immer hilft ist, tief und entspannt zu atmen wie beim Singen oder Summen. Aber solange Eltern nicht wissen, was ihr Baby gerade braucht, finden sie durch nichts zur Ruhe. Als Erstes wollen Eltern also ihr Baby verstehen – und auch ein Baby beruhigt sich ja schneller, wenn es sich verstanden fühlt. Deshalb bleibt dem, der schon vorher dieses Buch liest, im Ernstfall viel Aufregung erspart.

Alle Fotos wie auch im Buch von Susanne Krauss: https://www.susanne-krauss.com/
Die Fragen stellte Silke Foos.


  Meine aktuellen Bücher:

 

 


 

  diese beiden Bücher sind zwar bereits vergriffen, aber im (Online-)Buchhandel noch erhältlich:


 

BABY-OSTEOPATHIE

In einer Studie von Viola Fryman fand sich bei fast 95 Prozent der „nervösen“ Säuglinge ein osteopathischer Behandlungsbedarf wegen craniosacraler Fehlstellungen !

OSTEOPATHIE ist eine einfühlsame, manuelle Therapie, das heißt, ich behandle Ihr Kind mit meinen aufmerksamen Händen. Die Berührungen sind dabei auffallend ruhig. Doch so sanft sie sind, so tiefgehend ist ihre Wirkung. Die Behandlung folgt keinem mechanischen Ablauf sondern besteht in einer Kommunikation auf manueller Ebene. Es geht bei der Behandlung nicht darum, eine Struktur direkt zu korrigieren, sondern darum, ein Umfeld zu schaffen, das die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers anregt und Veränderung erleichtert: Restriktionen können sich auflösen, Fehlstellungen sich korrigieren.

 

Der Schädel des Babys ist noch verformbar, durch hohen Druck vor und während der Geburt kann es zu Kompressionen und Verdrehungen der Schädelknochen oder zu schmerzhaften Verspannungen der Hirnhäute kommen. Das beeinträchtigt das Nervensystem (Quengeligkeit, Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme), das Verdauungssystem (Spucken, Koliken, etc.) und ich habe oft den Eindruck, dass betroffene Babys unter latenten Schmerzen leiden, wie z.B. unter einem bohrenden Kopfschmerz, der sie unruhig macht ("Schreibabys").

Der Nacken des Babys kann in der Tiefe so verspannt oder verzerrt sein, dass es zu Fixierungen im Kopfgelenk (Atlas) führt welches dadurch in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist. Daraus ergeben sich Asymmetrien wie eine einseitige Lieblingshaltung oder die Kopfgelenk-Induzierte-Symmetrie-Störung (KISS). Liegt das Neugeborene aus diesem Grund oft in einer Vorzugshaltung, weil andere Haltungen schmerzhaft wären oder einfach auch blockiert sind, fällt das bald an einer asymmetrischen Kopfform auf. 



 

 

Die Anwendung der Craniosacralen Osteopathie basiert zum einen auf einem detaillierten Wissen der Anatomie und der Physiologie der Strukturen und zum anderen auf der Entwicklung von geschickten und feinfühligen Händen, die das Wissen anwenden können.“ (H.I. Magoun).


Von den drei Bereichen der Osteopathie - craniosacral, visceral, parietal - erweist sich die craniosacrale Osteopathie rund um die Geburt als besonders effektiv und notwendig – vielleicht weil der Fokus sowohl hier als dort auf dem „Cranium“ und dem „Sacrum“, der Kopf- und Beckenregion des Körpers liegt. Aber das ist längst nicht alles. Zu den Beschwerden, die sich osteopathisch gut behandeln lassen, gehören:
  • Regulationsstörungen: vermehrtes Schreien, Quengeligkeit,
  • Schreckhaftigkeit, extreme Wachheit, Schlafprobleme
  • Koliken Verdauungsbeschwerden (z.B. Koliken, Blähungen, Verstopfung)
  • vermehrtes Spucken
  • Trinkprobleme (Kiefergelenksprobleme)
  • Verspannungen (KISS, Schiefhals, etc.)
  • Asymmetrien des Schädels
  • Hüftdysplasie
  • Motorische Entwicklungsverzögerungen (z.B. verspätetes Krabbeln)
    (Weitere Beschwerden: siehe unter Homöopathie)
Nach der Geburt hilft Osteopathie dem Baby, sich von dem gewaltigen Druck auf Schädelknochen, Kopfgelenk etc. zu erholen, der zu jeder normalen Geburt gehörtumso mehr nach geburtserschwerenden Umständen, also
  • nach ungewöhnlich langer oder stürmischer Wehentätigkeit
  • nach Geburtseinleitung
  • wenn die Austreibungsphase besonders heftig war
  • oder unterstützt werden musste durch Zange, Saugglocke, Kristellern
  • nach einem Kaiserschnitt,
  • wenn sich das Baby in Beckenendlage befand.

Im ersten Lebensjahr zeigen sich ausser den bereits beschriebenen Symptomen manchmal Einschränkungen oder Verzögerungen in der Bewegungs-Entwicklung die sich osteopathisch behandeln lassen. Hier können auch Blockaden in Motorik-Strukturen – Schultergürtel, Hüftgelenke etc. - zugrunde liegen. Je frühzeitiger hier behandelt wird, desto besser. Wie der Begründer der Craniosacralen Osteopathie, W.G.Sutherland gerne sagte: „As the twig is bent so is the tree inclined“ - „Wenn der junge Zweig verbogen ist, neigt später auch der Baum dazu“. 



Sonntag, 4. November 2018

Datteln für eine leichtere und schnellere Geburt!


Ist das nicht erstaunlich? Ich liiiebe Datteln!

Quelle

An der jordanischen University of Science and Technology in Irbid wurde der Effekt des Verzehrs von Datteln auf den Verlauf der Geburt und das Geburtsoutcome untersucht.
In dieser prospektiven Studie aßen 69 Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche sechs Datteln pro Tag bis zu ihrem errechneten Geburtsdatum. Die 45 Frauen der Kontrollgruppe ernährten sich gänzlich ohne Datteln. Die demografischen und schwangerschaftsbezogenen Daten beider Gruppen waren vergleichbar.
Die Frauen der "Dattel-Gruppe" zeigten bei Aufnahme zur Geburt eine signifikant größere Muttermundsweite als die Frauen der Kontrollgruppe (3,52 cm vs. 2,02 cm, p < 0,01) und kamen signifikant häufiger mit intakter Fruchtblase (83 % vs. 60 %, p < 0,01). In der "Dattel-Gruppe" begannen die Wehen in 96 % der Frauen spontan, in der Kontrollgruppe in 79 % (p < 0,05). Auch die Notwendigkeit der Wehenunterstützung mit Oxytocin war im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant seltener nötig (28 % vs.47 %, p < 0,05). Die Latenzphase zeigte sich bei den Datteln konsumierenden Frauen signifikant verkürzt (510 min vs. 906 min, p < 0,05)
Die Ergebnisse wurden 2017 in einer randomisierten Studie mit 182 Erstgebärenden im Iran bestätigt. Dabei zeigte sich zusätzlich eine kürzere Dauer der Austreibungs- und der Plazentaphase.
Zusammenfassend lässt sich also ein regelmäßiger Konsum von Datteln in den letzten vier Wochen vor der Geburt empfehlen.

Quellen:
Al-Kuran O, et al.: The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. J Obstet Gynaecol 2011. 31(1): 29-31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/21280989/
Kordi M et al.: Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran J Nurs Midwifery Res 2017. 22(5): 383-387. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29033994 DHZ

Wahlfach Homöopathie

Quelle
 
Neues von der Carstens Stiftung: 

"Wir unterstützen die Universitäten! Die Homöopathie ist eine feste Größe im deutschen Gesundheitssystem: Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung steht diesem Therapieverfahren offen gegenüber bzw. hält es aufgrund eigener Erfahrungen für wirksam und sicher. Laut einer Öffnet externen Link in neuem FensterForsa-Umfrage aus 2017 fordern darüber hinaus 78% der Bundesbürger, dass Homöopathie ein fester Teil des Medizinstudiums sein soll. Trotz der hohen Versorgungsrelevanz und dem Wunsch nach Integration in Forschung und Lehre der Universitäten steht die Homöopathie aber nicht standardmäßig auf den Lehrplänen. 

Aus Sicht der Carstens-Stiftung sollten Medizinstudierende bereits während des Studiums die Möglichkeit erhalten, sich mit dieser Behandlungsform auseinanderzusetzen. Nur der aufgeklärte Arzt kennt die Möglichkeiten und Grenzen, so dass er im Sinne des Patienten von der Therapiefreiheit Gebrauch machen kann.
Die aktuelle Öffnet externen Link in neuem FensterApprobationsordnung für Ärzte (ÄAppo, Anlage 3 zu §2 Abs. 8, Satz 2) nennt die Homöopathie explizit als mögliches Wahlfach sowohl im vorklinischen als auch im klinischen Abschnitt des Studiums. Medizinische Fakultäten bzw. Institute können bei der Carstens-Stiftung eine Förderung in Höhe von bis zu 750 Euro pro Semester pauschal beantragen, wenn Sie das Wahlfach Homöopathie anbieten wollen.
Auch bei der Suche nach Referenten und Bereitstellung von Curricula kann die Stiftung unterstützend und vernetzend tätig werden.
Der Antrag auf Unterstützung des Wahlpflichtfachs Homöopathie muss bis zum jeweiligen Stichtag (für das Sommersemester spätestens der 15. Februar, für das Wintersemester spätestens der 15. September des laufenden Jahres) bei der Carstens-Stiftung eingereicht werden.

Die Carstens-Stiftung fördert auch Arbeitskreise durch die Erstattung von Reisekosten und Dozentenhonoraren. Zusätzlich ist es möglich, Sachmittel in Form von Fachliteratur oder -software zu beantragen. Aktuell werden AKs in Oldenburg, Hannover, Halle-Wittenberg, Leipzig, Köln, Tübingen, Marburg und Dresden unterstützt. Wer einen weiteren AK gründen möchte, erhält hier weitere Informationen: 

Professur für Alternative Therapien

Ein weiterer Lehrstuhl für komplementäre Heilmethoden 

Quelle

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg lässt ab 2019 den ersten Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin einrichten. Ihren Schwerpunkt soll die Professur im Bereich Onkologie haben. Geplant ist, die Lehre in Tübingen anzusiedeln; die Erforschung der komplementären Therapien soll vorwiegend am Centrum für Tumorerkrankungen des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart stattfinden. Die Robert-Bosch-Stiftung finanziert die Professur in den ersten fünf Jahren mit insgesamt 1,84 Millionen Euro, danach soll das Land die Mittel dafür bereitstellen.

„Naturheilkunde und komplementäre Behandlungsmethoden werden von vielen Menschen ganz selbstverständlich genutzt, beispielsweise zur Ergänzung konventioneller Therapieangebote“, begründete Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) das Engagement. Sogenannte sanfte oder natürliche Methoden könnten schwere Krankheiten wie etwa Krebs alleine nicht heilen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Wissenschaftliche Ergebnisse zeigten aber, dass sie häufig zu Therapieerfolgen beitragen könnten, da sie den Patienten helfen, schulmedizinische Therapien gut zu überstehen - etwa die schweren Nebenwirkungen von Chemotherapien mindern.

Für mehr klinische Studien zur Wirksamkeit

Im Gegensatz zur Schulmedizin gebe es bisher aber kaum kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit solcher Therapien, ergänzte Ingo Autenrieth. Ihre Erforschung am neuen Lehrstuhl solle Patienten Sicherheit bringen und ermöglichen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen.
Hersteller alternativer Arzneimittel loben den Schritt der Politik. „Baden-Württemberg nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland und in Europa ein“, heißt es beim Unternehmen Wala Heilmittel GmbH in Bad Boll. Die Landesregierung trage mit der Entscheidung dem Wunsch vieler Patienten und Ärzte nach umfassenden Behandlungskonzepten Rechnung.
Auch hoffen die Unternehmen, dass Licht in die oft kritische Debatte um Homöopathie gebracht wird. „Wir sehen mit Erstaunen und Befremden, dass eine bewährte Therapierichtung wie die Homöopathie, die Teil der Vielfalt des therapeutischen Angebots in Deutschland ist, diskreditiert werden soll“, sagte ein Sprecher des Herstellers Weleda AG mit Sitz in Schwäbisch Gmünd der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher kein eigener Lehrstuhl

Deshalb begrüße man den Lehrstuhl: „Es ist gut, dass Forschung und Lehre ausgebaut werden, da eine Mehrheit der Bevölkerung Komplementärmedizin wünscht und nachfragt. Es braucht Ärzte, die in diesen Bereichen auch universitär ausgebildet werden.“
Laut Koalitionsvertrag will Baden-Württemberg künftig eine Vorreiterrolle in der Erforschung der Komplementärmedizin einnehmen. Bisher gab es im Südwesten mit dem Akademischen Zentrum für Komplementäre und Integrative Medizin (AZKIM) zwar einen Verbund der Unikliniken Tübingen, Freiburg, Ulm und Heidelberg, aber keinen eigenen Lehrstuhl. Bundesweit existieren nach Angaben der Hufelandgesellschaft, dem Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin, Lehrstühle für Naturheilkunde noch an den Universitäten Duisburg-Essen, Rostock und Witten/Herdecke sowie drei Stiftungsprofessuren an der Berliner Charité.

Samstag, 3. November 2018

Erst mit zweieinhalb Jahren ist die Darmflora ausgereift

Das Mikrobiom im Darm entwickelt sich in drei Phasen. Bis zum Alter von 14 Monaten befindet sich die Bakterien-Welt im Verdauungstrakt in der Entwicklungsphase. Im Alter von 15 bis 30 Monaten findet eine Übergangsphase statt. Ab einem Alter von 31 Monaten beginnt die stabile Phase.

Das hat eine internationale Studie von ForscherInnen aus vier Ländern, darunter Deutschland, am Baylor College of Medicine in Houston (USA) gezeigt. Erforscht wurde das Zeitfenster nach der Geburt, in der das Mikrobiom, die Bakteriengemeinschaft im Darm, entsteht. Die Forscher analysierten mehr als 12.000 Stuhlproben von rund 900 Kindern im Alter von 3 Monaten bis vier Jahren. Fazit: Eine natürliche Entbindung sowie Stillen begünstigen die gesunde Bakterien-Zusammensetzung im Verdauungstrakt.

Stillen geht mit einem erhöhten Vorkommen von Bifidobakterien einher. „Die Aufnahme von Muttermilch, ausschließlich oder zur Beikost, war der wichtigste Faktor für die Struktur des Mikrobioms“, schreibt das Team. Bei Kindern, die durch Kaiserschnitt zur Welt kamen, fanden die Forscher tendenziell ein geringeres Vorkommen der gesunden Bakterien aus der Gattung der Bacteroides als bei vaginal geborenen Babys, die diese Gruppe vermehrt aufwiesen und  besonders früh über eine hohe Keimvielfalt verfügten. Ein großer Mikroben-Reichtum gilt generell als günstig.

Neben der Geburt und dem Stillen beeinflussen aber auch z.B. Geschwister, Haustiere und der Wohnort die Zusammensetzung der Darmflora. Im Erwachsenenalter ist es durch äussere Faktoren wie Ernährung oder spezielle Behandlungen langfristig nicht möglich, die Darmflora wesentlich zu beeinflussen. Deshalb sei die Phase der frühen Kindheit kritisch, um ein vielfältiges und funktionierendes Mikrobiom im Darm zu entwickeln. Die Bakterien-Zusammensetzung im Verdauungstrakt kann Krankheiten im späteren Lebensverlauf wie Autoimmunkrankheiten und Diabetes Typ 1 begünstigen oder verhindern.
Quelle: http://www.netzwerk-kinderbetreuung.ch/de/journal/2018/10/29/studie-frueheste-kindheit-ist-zentral-fuer-die-entwicklung-der-menschlichen-darmflora/ 

Die Studie wurde in der renommierten naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Dienstag, 17. Juli 2018



Es war einmal: 
Praxis für Baby-Osteopathie 
und Klassische Homöopathie



Nun liegt es schon eine Weile zurück, dass ich meine Praxis geschlossen habe und auch in der Beratungsstelle nicht mehr zu finden bin, aber immer noch bekomme ich häufig Terminanfragen. Oder auch einmal so reizende Mails wie diese:
"Hallo liebe Frau Weigert,
unsere Tochter Anna ist vor drei Jahren auf die Welt gekommen und wir waren kurze Zeit später zum ersten Mal bei Ihnen und dann ganz arg happy mit Ihren Behandlungen. Nun ist seit zwei Wochen unser kleiner Sohn Timo bei uns. Es war für Timo und mich eine sehr anstregende Geburt. Wir sind seit drei Tagen daheim. Tagsüber schläft er viel und ab 22- 3 nachts schreit er komplett. Lässt sich leider durch nix beruhigen. Könnten Sie uns einen Tipp geben bzw. eine Kollegin empfehlen?! Sehr schade dass Sie aufgehört haben, wir haben uns unheimlich wohl gefühlt bei Ihnen.
Viele liebe Grüße Katharina F."  

Mein bester Tipp ist mein neues Buch "Aus meiner BABYSPRECHSTUNDE"
und ansonsten empfehle ich einen Anruf bei meiner Nachfolgerin in der Beratungsstelle: 089-550678-15.

Freitag, 5. Juni 2015

Brustpflege mit Silberhütchen

Bei Reizung und Hautirritation: Silberhütchen

Bei Wunden und Irritationen werden die Silber-Brusthütchen von Silverette einfach zwischen den Stillmahlzeiten auf die Brust aufgesetzt und unter dem BH getragen. Sie sind völlig hygienisch und äußerst effektiv, denn Silber ist ein natürliches und traditionelles entzündungshemmendes Heilmittel, es hat eine beruhigende Wirkung und antibakterielle Eigenschaften. Das hat auch eine Studie belegt: http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/bfm.2014.0177?journalCode=bfm

Jetzt gibt es diese kleinen Wunderdinger endlich auch in Deutschland: www.silverette.de