Sonntag, 4. November 2018


  Meine aktuellen Bücher:

 

 


 

  diese beiden Bücher sind zwar bereits vergriffen, aber im (Online-)Buchhandel noch erhältlich:


 

Datteln für eine leichtere und schnellere Geburt!


Ist das nicht erstaunlich? Ich liiiebe Datteln!

Quelle

An der jordanischen University of Science and Technology in Irbid wurde der Effekt des Verzehrs von Datteln auf den Verlauf der Geburt und das Geburtsoutcome untersucht.
In dieser prospektiven Studie aßen 69 Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche sechs Datteln pro Tag bis zu ihrem errechneten Geburtsdatum. Die 45 Frauen der Kontrollgruppe ernährten sich gänzlich ohne Datteln. Die demografischen und schwangerschaftsbezogenen Daten beider Gruppen waren vergleichbar.
Die Frauen der "Dattel-Gruppe" zeigten bei Aufnahme zur Geburt eine signifikant größere Muttermundsweite als die Frauen der Kontrollgruppe (3,52 cm vs. 2,02 cm, p < 0,01) und kamen signifikant häufiger mit intakter Fruchtblase (83 % vs. 60 %, p < 0,01). In der "Dattel-Gruppe" begannen die Wehen in 96 % der Frauen spontan, in der Kontrollgruppe in 79 % (p < 0,05). Auch die Notwendigkeit der Wehenunterstützung mit Oxytocin war im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant seltener nötig (28 % vs.47 %, p < 0,05). Die Latenzphase zeigte sich bei den Datteln konsumierenden Frauen signifikant verkürzt (510 min vs. 906 min, p < 0,05)
Die Ergebnisse wurden 2017 in einer randomisierten Studie mit 182 Erstgebärenden im Iran bestätigt. Dabei zeigte sich zusätzlich eine kürzere Dauer der Austreibungs- und der Plazentaphase.
Zusammenfassend lässt sich also ein regelmäßiger Konsum von Datteln in den letzten vier Wochen vor der Geburt empfehlen.

Quellen:
Al-Kuran O, et al.: The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. J Obstet Gynaecol 2011. 31(1): 29-31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/21280989/
Kordi M et al.: Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran J Nurs Midwifery Res 2017. 22(5): 383-387. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29033994 DHZ

Wahlfach Homöopathie

Quelle
 
Neues von der Carstens Stiftung: 

"Wir unterstützen die Universitäten! Die Homöopathie ist eine feste Größe im deutschen Gesundheitssystem: Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung steht diesem Therapieverfahren offen gegenüber bzw. hält es aufgrund eigener Erfahrungen für wirksam und sicher. Laut einer Öffnet externen Link in neuem FensterForsa-Umfrage aus 2017 fordern darüber hinaus 78% der Bundesbürger, dass Homöopathie ein fester Teil des Medizinstudiums sein soll. Trotz der hohen Versorgungsrelevanz und dem Wunsch nach Integration in Forschung und Lehre der Universitäten steht die Homöopathie aber nicht standardmäßig auf den Lehrplänen. 

Aus Sicht der Carstens-Stiftung sollten Medizinstudierende bereits während des Studiums die Möglichkeit erhalten, sich mit dieser Behandlungsform auseinanderzusetzen. Nur der aufgeklärte Arzt kennt die Möglichkeiten und Grenzen, so dass er im Sinne des Patienten von der Therapiefreiheit Gebrauch machen kann.
Die aktuelle Öffnet externen Link in neuem FensterApprobationsordnung für Ärzte (ÄAppo, Anlage 3 zu §2 Abs. 8, Satz 2) nennt die Homöopathie explizit als mögliches Wahlfach sowohl im vorklinischen als auch im klinischen Abschnitt des Studiums. Medizinische Fakultäten bzw. Institute können bei der Carstens-Stiftung eine Förderung in Höhe von bis zu 750 Euro pro Semester pauschal beantragen, wenn Sie das Wahlfach Homöopathie anbieten wollen.
Auch bei der Suche nach Referenten und Bereitstellung von Curricula kann die Stiftung unterstützend und vernetzend tätig werden.
Der Antrag auf Unterstützung des Wahlpflichtfachs Homöopathie muss bis zum jeweiligen Stichtag (für das Sommersemester spätestens der 15. Februar, für das Wintersemester spätestens der 15. September des laufenden Jahres) bei der Carstens-Stiftung eingereicht werden.

Die Carstens-Stiftung fördert auch Arbeitskreise durch die Erstattung von Reisekosten und Dozentenhonoraren. Zusätzlich ist es möglich, Sachmittel in Form von Fachliteratur oder -software zu beantragen. Aktuell werden AKs in Oldenburg, Hannover, Halle-Wittenberg, Leipzig, Köln, Tübingen, Marburg und Dresden unterstützt. Wer einen weiteren AK gründen möchte, erhält hier weitere Informationen: 

Professur für Alternative Therapien

Ein weiterer Lehrstuhl für komplementäre Heilmethoden 

Quelle

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg lässt ab 2019 den ersten Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin einrichten. Ihren Schwerpunkt soll die Professur im Bereich Onkologie haben. Geplant ist, die Lehre in Tübingen anzusiedeln; die Erforschung der komplementären Therapien soll vorwiegend am Centrum für Tumorerkrankungen des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart stattfinden. Die Robert-Bosch-Stiftung finanziert die Professur in den ersten fünf Jahren mit insgesamt 1,84 Millionen Euro, danach soll das Land die Mittel dafür bereitstellen.

„Naturheilkunde und komplementäre Behandlungsmethoden werden von vielen Menschen ganz selbstverständlich genutzt, beispielsweise zur Ergänzung konventioneller Therapieangebote“, begründete Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) das Engagement. Sogenannte sanfte oder natürliche Methoden könnten schwere Krankheiten wie etwa Krebs alleine nicht heilen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Wissenschaftliche Ergebnisse zeigten aber, dass sie häufig zu Therapieerfolgen beitragen könnten, da sie den Patienten helfen, schulmedizinische Therapien gut zu überstehen - etwa die schweren Nebenwirkungen von Chemotherapien mindern.

Für mehr klinische Studien zur Wirksamkeit

Im Gegensatz zur Schulmedizin gebe es bisher aber kaum kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit solcher Therapien, ergänzte Ingo Autenrieth. Ihre Erforschung am neuen Lehrstuhl solle Patienten Sicherheit bringen und ermöglichen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen.
Hersteller alternativer Arzneimittel loben den Schritt der Politik. „Baden-Württemberg nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland und in Europa ein“, heißt es beim Unternehmen Wala Heilmittel GmbH in Bad Boll. Die Landesregierung trage mit der Entscheidung dem Wunsch vieler Patienten und Ärzte nach umfassenden Behandlungskonzepten Rechnung.
Auch hoffen die Unternehmen, dass Licht in die oft kritische Debatte um Homöopathie gebracht wird. „Wir sehen mit Erstaunen und Befremden, dass eine bewährte Therapierichtung wie die Homöopathie, die Teil der Vielfalt des therapeutischen Angebots in Deutschland ist, diskreditiert werden soll“, sagte ein Sprecher des Herstellers Weleda AG mit Sitz in Schwäbisch Gmünd der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher kein eigener Lehrstuhl

Deshalb begrüße man den Lehrstuhl: „Es ist gut, dass Forschung und Lehre ausgebaut werden, da eine Mehrheit der Bevölkerung Komplementärmedizin wünscht und nachfragt. Es braucht Ärzte, die in diesen Bereichen auch universitär ausgebildet werden.“
Laut Koalitionsvertrag will Baden-Württemberg künftig eine Vorreiterrolle in der Erforschung der Komplementärmedizin einnehmen. Bisher gab es im Südwesten mit dem Akademischen Zentrum für Komplementäre und Integrative Medizin (AZKIM) zwar einen Verbund der Unikliniken Tübingen, Freiburg, Ulm und Heidelberg, aber keinen eigenen Lehrstuhl. Bundesweit existieren nach Angaben der Hufelandgesellschaft, dem Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin, Lehrstühle für Naturheilkunde noch an den Universitäten Duisburg-Essen, Rostock und Witten/Herdecke sowie drei Stiftungsprofessuren an der Berliner Charité.

Samstag, 3. November 2018

Erst mit zweieinhalb Jahren ist die Darmflora ausgereift

Das Mikrobiom im Darm entwickelt sich in drei Phasen. Bis zum Alter von 14 Monaten befindet sich die Bakterien-Welt im Verdauungstrakt in der Entwicklungsphase. Im Alter von 15 bis 30 Monaten findet eine Übergangsphase statt. Ab einem Alter von 31 Monaten beginnt die stabile Phase.

Das hat eine internationale Studie von ForscherInnen aus vier Ländern, darunter Deutschland, am Baylor College of Medicine in Houston (USA) gezeigt. Erforscht wurde das Zeitfenster nach der Geburt, in der das Mikrobiom, die Bakteriengemeinschaft im Darm, entsteht. Die Forscher analysierten mehr als 12.000 Stuhlproben von rund 900 Kindern im Alter von 3 Monaten bis vier Jahren. Fazit: Eine natürliche Entbindung sowie Stillen begünstigen die gesunde Bakterien-Zusammensetzung im Verdauungstrakt.

Stillen geht mit einem erhöhten Vorkommen von Bifidobakterien einher. „Die Aufnahme von Muttermilch, ausschließlich oder zur Beikost, war der wichtigste Faktor für die Struktur des Mikrobioms“, schreibt das Team. Bei Kindern, die durch Kaiserschnitt zur Welt kamen, fanden die Forscher tendenziell ein geringeres Vorkommen der gesunden Bakterien aus der Gattung der Bacteroides als bei vaginal geborenen Babys, die diese Gruppe vermehrt aufwiesen und  besonders früh über eine hohe Keimvielfalt verfügten. Ein großer Mikroben-Reichtum gilt generell als günstig.

Neben der Geburt und dem Stillen beeinflussen aber auch z.B. Geschwister, Haustiere und der Wohnort die Zusammensetzung der Darmflora. Im Erwachsenenalter ist es durch äussere Faktoren wie Ernährung oder spezielle Behandlungen langfristig nicht möglich, die Darmflora wesentlich zu beeinflussen. Deshalb sei die Phase der frühen Kindheit kritisch, um ein vielfältiges und funktionierendes Mikrobiom im Darm zu entwickeln. Die Bakterien-Zusammensetzung im Verdauungstrakt kann Krankheiten im späteren Lebensverlauf wie Autoimmunkrankheiten und Diabetes Typ 1 begünstigen oder verhindern.
Quelle: http://www.netzwerk-kinderbetreuung.ch/de/journal/2018/10/29/studie-frueheste-kindheit-ist-zentral-fuer-die-entwicklung-der-menschlichen-darmflora/ 

Die Studie wurde in der renommierten naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Dienstag, 17. Juli 2018



Es war einmal: 
Praxis für Baby-Osteopathie 
und Klassische Homöopathie



Nun liegt es schon eine Weile zurück, dass ich meine Praxis geschlossen habe und auch in der Beratungsstelle nicht mehr zu finden bin, aber immer noch bekomme ich häufig Terminanfragen. Oder auch einmal so reizende Mails wie diese:
"Hallo liebe Frau Weigert,
unsere Tochter Anna ist vor drei Jahren auf die Welt gekommen und wir waren kurze Zeit später zum ersten Mal bei Ihnen und dann ganz arg happy mit Ihren Behandlungen. Nun ist seit zwei Wochen unser kleiner Sohn Timo bei uns. Es war für Timo und mich eine sehr anstregende Geburt. Wir sind seit drei Tagen daheim. Tagsüber schläft er viel und ab 22- 3 nachts schreit er komplett. Lässt sich leider durch nix beruhigen. Könnten Sie uns einen Tipp geben bzw. eine Kollegin empfehlen?! Sehr schade dass Sie aufgehört haben, wir haben uns unheimlich wohl gefühlt bei Ihnen.
Viele liebe Grüße Katharina F."  

Mein bester Tipp ist mein neues Buch "Aus meiner BABYSPRECHSTUNDE"
und ansonsten empfehle ich einen Anruf bei meiner Nachfolgerin in der Beratungsstelle: 089-550678-15.

Montag, 6. Juni 2016

BABY-OSTEOPATHIE

In einer Studie von Viola Fryman fand sich bei fast 95 Prozent der „nervösen“ Säuglinge ein osteopathischer Behandlungsbedarf wegen craniosacraler Fehlstellungen !

Von den drei Bereichen der Osteopathie - craniosacral, visceral, parietal - erweist sich die craniosacrale Osteopathie rund um die Geburt als besonders effektiv und notwendig – vielleicht weil der Fokus sowohl hier als dort auf dem „Cranium“ und dem „Sacrum“, der Kopf- und Beckenregion des Körpers liegt. Aber das ist längst nicht alles. Zu den Beschwerden, die sich osteopathisch gut behandeln lassen, gehören:
  • Regulationsstörungen: vermehrtes Schreien, Quengeligkeit,
  • Schreckhaftigkeit, extreme Wachheit, Schlafprobleme
  • Koliken Verdauungsbeschwerden (z.B. Koliken, Blähungen, Verstopfung)
  • vermehrtes Spucken
  • Trinkprobleme (Kiefergelenksprobleme)
  • Verspannungen (KISS, Schiefhals, etc.)
  • Asymmetrien des Schädels
  • Hüftdysplasie
  • Motorische Entwicklungsverzögerungen (z.B. verspätetes Krabbeln)
    (Weitere Beschwerden: siehe unter Homöopathie)
Nach der Geburt hilft Osteopathie dem Baby, sich von dem gewaltigen Druck auf Schädelknochen, Kopfgelenk etc. zu erholen, der zu jeder normalen Geburt gehörtumso mehr nach geburtserschwerenden Umständen, also
  • nach ungewöhnlich langer oder stürmischer Wehentätigkeit
  • nach Geburtseinleitung
  • wenn die Austreibungsphase besonders heftig war
  • oder unterstützt werden musste durch Zange, Saugglocke, Kristellern
  • nach einem Kaiserschnitt,
  • wenn sich das Baby in Beckenendlage befand.
Der Schädel des Babys ist noch verformbar, durch hohen Druck vor und während der Geburt kann es zu Kompressionen und Verdrehungen der Schädelknochen oder zu schmerzhaften Verspannungen der Hirnhäute kommen. Das beeinträchtigt das Nervensystem (Quengeligkeit, Schreckhaftigkeit, Einschlafprobleme) ebenso wie das Verdauungssystem (vermehrtes Spucken, Koliken, etc.) und ich habe oft den Eindruck, dass betroffene Babys unter latenten Schmerzen leiden, wie z.B. unter einem bohrenden Kopfschmerz, der sie unruhig macht ("Schreibabys").
Der Nacken des Babys kann in der Tiefe so verspannt oder verzerrt sein, dass es zu Fixierungen im Kopfgelenk (Atlas) führt welches dadurch in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist. Daraus ergeben sich Asymmetrien wie eine einseitige Lieblingshaltung oder die Kopfgelenk-Induzierte-Symmetrie-Störung (KISS). Liegt das Neugeborene aus diesem Grund oft in einer Vorzugshaltung, weil andere Haltungen schmerzhaft wären oder einfach auch blockiert sind, fällt das bald an einer asymmetrischen Kopfform auf.

Im ersten Lebensjahr zeigen sich ausser den bereits beschriebenen Symptomen manchmal Einschränkungen oder Verzögerungen in der Bewegungs-Entwicklung die sich osteopathisch behandeln lassen. Hier können auch Blockaden in Motorik-Strukturen – Schultergürtel, Hüftgelenke etc. - zugrunde liegen. Je frühzeitiger hier behandelt wird, desto besser. Wie der Begründer der Craniosacralen Osteopathie, W.G.Sutherland gerne sagte: „As the twig is bent so is the tree inclined“ - „Wenn der junge Zweig verbogen ist, neigt später auch der Baum dazu“.

Die Behandlung: Osteopathie ist eine einfühlsame, manuelle Therapie, das heißt, ich behandle Ihr Kind mit meinen aufmerksamen Händen. Die Berührungen sind dabei auffallend ruhig. Doch so sanft sie sind, so tiefgehend ist ihre Wirkung. Die Behandlung folgt keinem mechanischen Ablauf sondern besteht in einer Kommunikation auf manueller Ebene. Es geht bei der Behandlung nicht darum, eine Struktur direkt zu korrigieren, sondern darum, ein Umfeld zu schaffen, das die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers anregt und Veränderung erleichtert: Restriktionen können sich auflösen, Fehlstellungen sich korrigieren.

Die Anwendung der Craniosacralen Osteopathie basiert zum einen auf einem detaillierten Wissen der Anatomie und der Physiologie der Strukturen und zum anderen auf der Entwicklung von geschickten und feinfühligen Händen, die das Wissen anwenden können.“ (H.I. Magoun).

In der osteopathischen Behandlung von Neugeborenen und Säuglingen zeigt es sich mir manchmal als angebracht, zusätzlich zur Manualtherapie homöopathisch oder phytotherapeutisch zu unterstützen. Osteopathie, Homöopathie/Phytotherapie führen dann gemeinsam zu einem rascheren und nachhaltigeren Behandlungserfolg - zum großen Vorteil meiner kleinen Patienten und ihrer Familien. 


Osteopathie-Bücher, die ich gerne empfehle:
"Craniosacral-Therapie für Kinder" D. Agustoni, Kösel Verlag
"Craniosacral-Selbstbehandlung" D. Agustoni, Kösel Verlag

Freitag, 5. Juni 2015

Brustpflege mit Silberhütchen

Bei Reizung und Hautirritation: Silberhütchen

Bei Wunden und Irritationen werden die Silber-Brusthütchen von Silverette einfach zwischen den Stillmahlzeiten auf die Brust aufgesetzt und unter dem BH getragen. Sie sind völlig hygienisch und äußerst effektiv, denn Silber ist ein natürliches und traditionelles entzündungshemmendes Heilmittel, es hat eine beruhigende Wirkung und antibakterielle Eigenschaften. Das hat auch eine Studie belegt: http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/bfm.2014.0177?journalCode=bfm

Jetzt gibt es diese kleinen Wunderdinger endlich auch in Deutschland: www.silverette.de

Donnerstag, 4. Juni 2015

Stillprobleme schnell beseitigt!


Stillstörungen rasch behandeln

Bei Problemen in der Stillzeit gilt dasselbe wie bei Neugeborenen: es darf nicht lange dauern, bis die Behandlung greift.

Wunde Brustwarzen, Schmerzen beim Stillen, Milchstau, Mastitis, Probleme mit dem Milchfluss wie zu wenig oder zu viel Milch - hier kann und muss die Hilfe rasch wirken. Das richtige homöopathische Mittel bringt innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen nachhaltige Heilung in Gang.
Je nach Befund kann parallel dazu eine craniosacrale Behandlung des Babys sinnvoll sein, beispielsweise wenn es aufgrund von Verspannungen die Brustwarze "quetscht".

Hier freut es mich immer ganz besonders, wenn ich helfen kann, weil Schmerzen beim Stillen so belastend sind - und so unnötig!

Ein Beispiel aus meiner Praxis:
Frau S. kam zur Behandlung wegen wiederholter, sehr schmerzhafter Milchstaus. Eigentlich hatte sie sich vorgestellt, ihr Baby länger zu stillen, aber jetzt dachte sie verständlicherweise an´s Abstillen. Davor wollte sie einen letzten Versuch mit Homöopathie wagen. Da während des Anamnesegesprächs ihre Brust bereits wieder zu schmerzen begann, bekam sie das individuell passende Mittel noch in der Praxis verabreicht. Wie verabredet rief sie mich am nächsten Tag an. Sie berichtete: "Schon eine Stunde nach der Einnahme begann die Milch zu fließen und seitdem habe ich zum ersten Mal seit Wochen überhaupt keine Schmerzen mehr in der Brust. Vielen Dank!" Dies liegt jetzt einige Monate zurück, Frau A. hatte nie wieder Beschwerden, sie und ihr Baby genießen die Stillzeit.


Sonntag, 30. November 2014

Wie Eltern Ruhe bewahren, wenn das Baby schreit

Deutscher Kinderschutzbund: „starke eltern – starke kinder“

Jahresheft 2014
Die Journalistin Anke Gasch bat mich um ein ausführliches Interview für den Jahresheft-Leitartikel des Deutschen Kinderschutzbunds. Dieses umfassende Magazin mit dem Namen "starke eltern – starke kinder" erscheint jährlich seit 1998 und beleuchtet dabei immer ein bestimmtes Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven. Im Jahr 2014 lautete dieses Thema:

Kein Stress für frischgebackene Eltern“

Kaum ist das Baby da, ist es vorbei mit der inneren Ruhe. Und das oft selbst bei den Eltern, die vorher zu den „total Entspannten“ zählten. Plötzlich möchten wir immer alles richtig machen. Aber was ist „das Richtige“? Was brauchen Kinder wirklich, um gut zu gedeihen? Welche Ängste und Sorgen sind berechtigt – und welche überflüssig?

Schau mal, wer da spricht: Babys Signale richtig deuten 

Babys sprechen mit ihrem Körper und mit Lauten. Wenn ein Baby weint, heißt das immer, dass es sich nicht wohlfühlt. Dumm ist nur, dass das Weinen alles Mögliche bedeuten kann. „Du hältst mich nicht richtig!" etwa. Aber auch: „Mein Popo brennt.", „Hilfe! Wo bist du? Ich fühl mich so allein!", „Hunger!" und so weiter ...
Und dann stehen wir Eltern oft hilflos da, mit den geliebten Wesen im Arm, und flüstern „Was hast du nur?" – Das muss nicht sein, weiß Schreibaby-Fachfrau Vivian Weigert: „Im Grundsatz sind es sechs Dinge, die Eltern abprüfen können. Und das recht fix." Hier sind sie:

 
Hast du Hunger/Durst?
Um das herauszufinden, brauchen Sie nur zu schauen, ob Ihr Kind etwas trinken würde. Ganz einfach: die Brust anbieten. Wenn Sie die Flasche geben und nicht immer sofort eine zubereiten möchten, sehen Sie sich Ihr Baby genau an: Wirkt sein Körper angespannt? Macht es Schmatz-Geräusche? Öffnet es seinen Mund, wenn Sie ihm direkt neben den Lippen über die Wange streichen? Bewegt es dabei suchend den Kopf? Dann hat es höchstwahrscheinlich Hunger oder Durst. Weigert: „Ein Baby darf Pre-Nahrung oder Mamas Brust jederzeit haben, es sei denn, Mamas Busen braucht gerade Schonung. Dass Babys Bauchschmerzen bekommen, wenn frische auf halbverdaute Milch trifft, ist völliger Humbug. Sie glauben gar nicht, wie viele Schreibabys in meine Praxis getragen wurden, die gar keine gewesen sind. Da war nur den Eltern gesagt worden, ihre Kinder dürften nur alle drei oder vier Stunden trinken. Dabei brauchen viele Babys kurz nach dem Stillen noch ein kleines Dessert, so zwei bis vier Nachschlucke. Und dann sind sie zufrieden und ruhig. Andernfalls müssen sie oft eine ganze Stunde herumgetragen werden. Kinder im ersten Lebensjahr können Sie so auch nicht verwöhnen, da gibt es keine Wünsche, sondern nur Bedürfnisse."

Bist du müde?
Ist Ihr Baby müde, will es nicht trinken, sondern weint und quengelt auch dann weiter, wenn Sie ihm die Brust oder die Flasche anbieten. Vor allem lässt es sich dann nicht ablegen. Es schreit, sobald es allein ist oder keinen Körperkontakt mehr spürt. Es wird ruhig, sobald Sie es auf den Arm nehmen. Manchmal reibt es sich die Augen oder die Ohren.
Weigert: „Müde Babys halten keinen Blickkontakt. Sie wenden den Kopf ab, wenn man sie anschaut. Das ist keine Ablehnung, sondern heißt nur: Ich brauche jetzt Ruhe."

Zwickt dein Bauch?
Ihr Baby fängt etwa eine halbe Stunde nach der letzten Mahlzeit an zu quengeln? Dann könnte es „Verdauung haben", meint Vivian Weigert. „Das Verdauungsempfinden ist für Babys noch neu, es fühlt sich für sie einfach nicht wohlig an. Manchen macht das ungewohnte Rumoren sogar Angst." Was Babys dann brauchen, ist Zuspruch und Zuwendung. Sagen Sie Dinge wie „Alles wird gut, mein Schatz, das ist nur die Verdauung! Das gehört zum Erdenleben dazu, das ist ganz normal. Ich bin für dich da. Bei mir bist du sicher." Was Sie sonst noch tun können? Legen Sie sich Ihr Baby über die Schulter und bewegen Sie es dabei sanft auf und ab. Oder setzen Sie sich mit dem Baby auf einen Pezziball und wippen leicht."

Bist du überreizt?
Wenn Ihr Baby sich an Ihrem Körper nicht beruhigt, könnte es überreizt sein. Was hilft? Stellen Sie zunächst alle Reize aus der Außenwelt (Radio, Fernseher ...) ab. Bieten Sie kein Spielzeug mehr an und auch keine Streicheleinheiten. Halten Sie Ihr Kind ruhig im Arm. Dabei können Sie wiegend hin- und hergehen, auf dem Pezziball wippen, abfallende Töne summen. „Weigert: Wichtig ist nur, dass Sie das Baby dabei total in Ruhe lassen, es also nicht ansprechen!"

Hast du Schmerzen?
Hat das Baby Schmerzen, schreit es plötzlich und schrill. Dabei ist sein Körper stark angespannt. Sie wissen nicht, warum Ihr Baby so ausdauernd „Alarm!" schreit? Rufen Sie Ihren Kinderarzt an und/oder Ihre Hebamme und bitten diese um Rat. Weigert: „Fahren Sie auch ruhig in die Kinderklinik oder rufen Sie den Notarzt. – Erfahrung kommt nun mal erst mit der Zeit."

Möchtest du spielen? Oder kuscheln?
Babys, die Aufmerksamkeit wollen, quengeln oder knöttern leise. Ob Ihr Baby tatsächlich Kontakt will oder spielen möchte, erkennen Sie, sobald Sie sich ihm zuwenden. „Dann beruhigt sich das Kleine rasch, konzentriert sich auf sein Gegenüber und sucht Blickkontakt", erklärt Weigert. Manchmal reicht es, wenn das Baby Mama oder Papa wie eine Ladestation nutzen darf: Es tankt sein Kuschel-Akku kurz auf und kann dann gut allein weiterspielen.


Feierabend für frischgebackene Eltern? Gibt es nicht!


Aber eine HAPPY HOUR: den frühen Nachmittag
In jedem Land der Erde erreichen Babys zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche den sogenannten „Schreigipfel". Etwa die Hälfte der täglichen Schreidauer fällt auf die Abendstunden, meist auf den Zeitraum zwischen 17:00 und 22:00 Uhr. „Im zweiten Lebensmonat geht fast kein Baby vor 23:00 Uhr ins Bett", berichtet Schreibaby-Fachfrau Vivian Weigert. „Eltern stellen sich also idealerweise darauf ein, dass sie jetzt einen Job haben, bei dem der Abend die Hauptarbeitszeit ist." Was hilft, diese Zeit zu überstehen?
1. Nutzen Sie den frühen Nachmittag, um sich auszuruhen. In dieser Zeit sind die meisten Babys entspannt.
2. Probieren Sie am Abend das „Clusterfeeding" aus, auch Dauerstillen oder Lagerfeuerstillen genannt: Lassen Sie Ihr Baby an die Brust/Flasche, wann immer es möchte. (Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Babys, die häufig gestillt oder gefüttert werden, weniger schreien!)
3. Machen Sie zu dritt einen Abendspaziergang mit Baby.
4. Das Wissen, dass es sich hier um eine Phase handelt. Sind die Babys vier Monate alt, werden die Abende wieder ruhiger.
 


Ruhe bewahren, wenn das Baby schreit


Wie soll man entspannt bleiben, wenn das Baby weint und weint und man so gar keine Ahnung hat, warum? 


„Häufig ist es so, dass die Kleinen überreizt sind", erklärt „Babyeltern-Beraterin" Vivian Weigert. Sie hilft regelmäßig Eltern, „ihr Baby zu lesen" und weiß: „Überreizte Babys knöttern und weinen selbst dann noch, wenn sie satt sind und von den Eltern herumgetragen werden." In solchen Fällen können Eltern und Kind sich in ihrer Unruhe sogar gegenseitig hochschaukeln. Merken Eltern, dass das gerade passiert, können sie zwei Sachen tun. „Die erste ist, die eigene innere Haltung zu ändern", erläutert Weigert. „Und zwar, indem sie ihre Sorge loslassen und darauf vertrauen, dass ihr Baby gerade gut für sich selbst sorgt, weil es seinen Stress durch Schreien abreagiert. Gut ist, wenn Eltern das Baby dabei noch flüsternd bestätigen – mit einem: ,Das machst du echt prima! Schreien kannst du wirklich gut.‘"

Was Eltern lieber lassen sollten: Laut „Was hast du bloß?" zu fragen oder das Baby anzuflehen, es möge doch mit dem Weinen aufhören. „Weil beides die Unsicherheit der Eltern an das Baby weiterleitet und es überfordert."

Das zweite, was Eltern tun können ist: „Sich bemühen, ohne die ,Hilfe‘ des Babys ruhiger zu werden, also obwohl das Baby immer noch weint. – So wie Eltern sich wünschen, dass das Baby nicht schreit, wünschen sich alle Babys, dass ihre Eltern stets ruhig wie ein Fels in der Brandung sind." Wenn das Baby so lange weiterschreit, bis die Eltern sich so unzulänglich oder ohnmächtig fühlen, dass sie wütend werden - dann sollten sie die Reißleine ziehen: das Baby an einem sicheren Ort ablegen, etwa in seinem Bettchen, und für ein paar Minuten hinausgehen. „Und diese kurze Ruhezeit nutzen Sie, um sich selbst zu beruhigen", erzählt Weigert. „Fragen Sie sich dazu, was Sie brauchen, um vom Stress runterzukommen. Vielleicht hilft es Ihnen, laut stampfend hin- und herzugehen? Vielleicht müssen Sie auch nur mal einen Happen essen? Etwas trinken? Sich ganz kurz am Telefon bei Ihrem Partner oder einer Freundin ,entladen‘? ... Sie werden sehen: schon nach wenigen Minuten haben Sie neue Kraft, können eine neue Lösung finden." Etwa die, das Baby in den Kinderwagen zu legen und eine Runde mit ihm zu drehen.