Donnerstag, 29. November 2018

Wie Eltern ihrem Baby helfen können

Ein Interview mit 5 guten Fragen zu meinem neuen Buch.

Liebe Frau Weigert, was war Ihr wichtigstes Anliegen, als Sie die Babysprechstunde geschrieben haben?"

Dass ich Eltern helfen kann, ihr Kind zu verstehen und rasch zu erkennen, was ihm fehlt, warum es z.B. gerade unruhig ist oder schreit. Denn nur wenn man die Ursache sieht, kann man sie abstellen. Ein Baby drückt mit seinem Verhalten klar aus, wo das Problem liegt – aber man muss es richtig deuten können. Darin liegt meine spezielle Erfahrung, die ich über viele Jahre im Austausch mit Eltern sammeln durfte - und jetzt steckt sie griffbereit in diesem Buch. Das freut mich!


Was sind denn die häufigsten Fragen von jungen Eltern, die Ihnen in ihren vielen Jahren als Säuglingsberaterin gestellt wurden?

„Was fehlt unserem Baby?“ ist bestimmt die häufigste Frage und damit auch: „Wie können wir ihm bloß helfen?“ Meist wurden da die üblichen Tipps schon erfolglos ausprobiert. Ebenfalls sehr häufig höre ich, dass die Eltern etwas beobachten das sie beunruhigt, dann werde ich gefragt: „Bitte, ist das
denn normal?“ Auch um die Entwicklung kreisen oft Sorgen, zum Beispiel: „Muss ein Kind krabbeln können?“ und immer wieder: „Wann schläft ein Baby eigentlich durch?“ 



 
Zu welchen Nöten ihrer Babys finden Eltern in Ihrem Buch Tipps und konkrete Hilfestellung?

Das reicht vom Schreien des Neugeborenen bis hin zur fieberhaften Erkältung im Kleinkindalter. Eltern erfahren beispielsweise, was dem Baby hilft, sich von einer schweren Geburt zu erholen, sich zu entspannen und genug zu schlafen, was Regulationsstörungen oder Stillprobleme löst oder wie ein Kind besser isst und zunimmt. Sie lernen wirkungsvolle, natürliche Hilfen kennen für alle häufigen Beschwerden von Allergie bis Verstopfung, von Ausschlag bis Zahnen.



Woran erkennen Eltern, wann sie ihrem Baby selbst helfen können und wann sie sich an ihre Hebamme, eine Beratungsstelle oder den Kinderarzt wenden sollten?

Ganz wichtige Frage! Je kleiner ihr Baby ist, desto weniger Erfahrung haben Eltern und wissen oft nicht: Ist das eine Bagatelle oder ein Notfall? Darum gebe ich hier bei jedem einzelnen Thema eine klare Leitlinie für das richtige Verhalten. In der Umschlag-Klappe gibt es außerdem eine übersichtliche Liste aller Symptome, mit denen ein Kind rasch zum Arzt muss.



Wenn das Baby weint und unruhig ist, geht das Eltern oft sehr zu Herzen. Was können die Erwachsenen denn dann für sich selbst tun, um zur Ruhe zu kommen?

Natürlich gebe ich konkrete Tipps zur eigenen Beruhigung an vielen Stellen im Buch. Was immer hilft ist, tief und entspannt zu atmen wie beim Singen oder Summen. Aber solange Eltern nicht wissen, was ihr Baby gerade braucht, finden sie durch nichts zur Ruhe. Als Erstes wollen Eltern also ihr Baby verstehen – und auch ein Baby beruhigt sich ja schneller, wenn es sich verstanden fühlt. Deshalb bleibt dem, der schon vorher dieses Buch liest, im Ernstfall viel Aufregung erspart.

Alle Fotos wie auch im Buch von Susanne Krauss: https://www.susanne-krauss.com/
Die Fragen stellte Silke Foos.

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